Nutha: Backhaus nimmt Gestalt an

Neben dem Kornmuseum in Nutha wird derzeit ein Backhaus errichtet. Die Grundmauern stehen bereits. Ende Juni soll das Gebäude fertig gestellt sein. Das Projekt wird über das europäische LeaderPlus-Programm gefördert.

Backhaus

Die Anregung, ein Backhaus zu errichten, sei von den Nuthaer Landfrauen gekommen, erzählt Bürgermeisrin Sylvia Rothe. Bei einem Kornmuseum dränge sich die Idee geradezu auf. Während dort die Besucher die einzelnen Getreidearten kennenlernen, können sie gleich nebenan sehen, wie das Korn zu Mehl verarbeitet verwendet wird. Und da der Platz vorhanden war, wurden Nägel mit Köpfen gemacht.

Seit zwei Wochen sind die Bauarbeiter am Werke. Inzwischen stehen die Grundmauern des vier mal sechs Meter großen Gebäudes, das künftig einen gemauerten Holzbackofen beherbergen soll. Hinter einer gusseisernen Luke wird sich eine rund fünf Quadratmeter große Backfläche auftun, wie die Loburger Planerin Andrea Stephan informiert.

Anlässlich des Erntekronenwettbewerbs, der am 14. September erstmalig in Nutha ausgetragen wird, soll es frischen Pflaumenkuchen geben, blickt Sylvia Rothe voraus. Vielleicht wird auch schon beim Dorffest im August ” angebacken “. ” Den Juli brauchen wir als Probelaufphase “, bemerkt die Gemeindechefin schmunzelnd. Bis der Ofen angeworfen werden kann, bleibt jedoch noch einiges zu tun.

Am 30. Juni soll das Backhaus, das demjenigen in Reuden nachempfunden ist, fertig gestellt sein. Bis dahin wird die Fassade mit gelben Klinkersteinen versehen sein. Um ein einheitliches Ensemble zu erhalten, werden – ebenfalls analog zum Kornmuseum – grüne Fenster und Türen eingebaut.

Ausgeführt werden die Arbeiten von der Baufi rma Bartonitz & Weider GmbH und der Götze Bedachungs GmbH aus Leitzkau sowie der Tischlerei Pietrek GbR aus Zerbst.

Die Gesamtkosten für das Backhaus sind mit 45 000 Euro veranschlagt. Die Hälfte wird bezuschusst. 22 500 Euro fließen aus dem europäischen LeaderPlus-Programm, über das bereits das im vergangenen November eingeweihte Kornmuseum errichtet wurde, in das Projekt.

Quelle: Volkstimme

Einweihung des Leader Plus-Projektes ” Kornmuseum und Aktivwerkstatt ” in Nutha

Alte Traditionen bewahren und an jüngere Generationen weitergeben

Einweihung Kornmuseum

(Gemeinsam mit Leader-Managerin Luise Hartung (l.) durchschnitt die Nuthaer Bürgermeisterin Sylvia Rothe das symbolische Band.)

Unter den Augen zahlreicher interessierter Bürger wurde am Sonnabend den 17.11.2007 in Nutha das Kornmuseum mit angegliederter Aktivwerkstatt eingeweiht. Sämtliche Höhen und Tiefen seien überwunden worden, blickte Sylvia Rothe zurück. Nicht unumstritten war das Projekt in der Gemeinde. Doch manchmal entstehe etwas Schönes aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt wurden, bemerkte die Bürgermeisterin. Sie dankte vor allen den Erntekronenbinderinnen, die tatkräftig Hand angelegt hatten, um das Gebäude auszugestalten, und es künftig mit Leben erfüllen werden. ” Ich freue mich, dass ich sie habe “, erklärte Sylvia Rothe, die das Dankeschön für ihren Einsatz für das Projekt postwendend zurück bekam.

Zugleich konnte die Bürgermeisterin nach dem obligatorischen Banddurchschnitt einige Geschenke entgegennehmen. Eimer, Besen, Handfeger und Kehrblech, um die neue Attraktion im Dorf stets sauber zu halten, überreichte Annelore Falkenberg als Vertreterin der Ortsgruppe der Volkssolidarität. Johannes Schäm, Bürgermeister der Nachbargemeinde Hohenlepte, hatte passenderweise eine Flasche gebrannten Korn mitgebracht. Roggen im Glas, der ersten Stufe des Kornschnapses, wie Sylvia Rothe scherzte, erhielt sie von Flämingkönigin Silvia Nöbel.

Auch die Erntekronenbinderinnen kamen nicht mit leeren Händen, sondern mit einem Rollo für das Badfenster des Kornmuseums. ” Wir dürfen einziehen “, freute sich Chefbinderin Roswitha Schrödter. Sie und ihr Team, mehrmalige Landessieger im Erntekronenbinden, haben mit dem neu errichteten Gebäude eine feste Heimstatt gefunden, in der sie nicht nur ihre Kronen und Pokale präsentieren, sondern auch Getreide trocknen und binden können. Des Weiteren werden historische landwirtschaftliche Geräte ausgestellt und wird über Getreidearten informiert. In der Aktivwerkstatt sollen sich die Besucher in Zukunft selbst ausprobieren. Verschiedene Workshops, in denen sich die Teilnehmer im Korbflechten oder Federnreißen ausprobieren können, sind geplant. Traditionen zu bewahren und alte Techniken an insbesondere jüngere Generationen weiterzugeben – das ist das Anliegen des 189 600 Euro teuren Projektes, das zu 75 Prozent über das europäische Leader Plus-Programm gefördert wurde.

Am 7. Juni hatte die Leitzkauer Firma Bartonitz und Weider GmbH mit dem Rohbau begonnen, nun spendierte sie zur Einweihung Freibier. Kaffee und Kuchen servierte die Gemeinde im Gemeindehaus, wo sich Kameraden der Nuthaer Ortswehr um die Gäste kümmerten. Einen besonderen Höhepunkt bot Horst Finger den Besuchern. Der Zerbster stellte vor dem Kornmuseum alte Landwirtschaftsmaschinen aus, von deren Funktionstüchtigkeit sich jeder überzeugen konnte.

(Quelle: VSM vom 19.11.2007 Volksstimme.de)

Wegebau (update)

Der Weg zwischen Nutha-Siedlung und Walternienburg ist nun endlich mit einer Spurbahn befestigt!
Das Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) förderte die seit längerem geplante Maßnahme im Rahmen des ländlichen Wegebaus.
Tafel

neue Gemeindetafel

Weg

Weg nach Walternienburg

neue Kreuzung

neu Asphaltierte Kreuzung